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Für ärztliche Kollegen

Zuweisung und Eingriffsplanung

Die konkrete geplante Maßnahme bestimmt die periprozedurale Planung. Klinische Fragestellung, Blutungs- und Thromboembolierisiko sowie der Bedarf an Probenmaterial sind vorab zu klären.

Fachstand des übernommenen Textes: 21. Oktober 2026 · Redaktionelle Gliederung: 3. November 2026

Zuweisung und periprozedurale Planung

EUS (Endosonographie; englisch: endoscopic ultrasound) ohne Punktion unterscheidet sich im Blutungsrisiko von einer Gewebeakquisition oder therapeutischen Intervention. ERCP (endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie) mit Sphinkterotomie ist anders einzuordnen als eine reine Stenteinlage ohne Sphinkterotomie. Die konkrete geplante Maßnahme ist deshalb für das Gerinnungsmanagement ausschlaggebend.

Antithrombotische Therapie

DOAK (direkte orale Antikoagulanzien), VKA (Vitamin-K-Antagonisten) und Thrombozytenaggregationshemmer erfordern eine Bewertung von prozeduralem Blutungsrisiko und individuellem Thromboembolierisiko. Zusätzlich sind Nierenfunktion, Einnahmezeitpunkt, Indikation und gegebenenfalls koronare Stents zu berücksichtigen. Die Planung sollte das letzte Einnahmeintervall, eine gegebenenfalls erforderliche Unterbrechung und die Wiederaufnahme dokumentieren. Eine pauschale Absetzanweisung oder routinemäßige Überbrückung ist daraus nicht abzuleiten.

Sedierung und Begleiterkrankungen

Die Sedierungsplanung orientiert sich an Eingriffskomplexität, erwarteter Dauer, Atemwegs- und Aspirationsrisiko sowie kardiopulmonalen Begleiterkrankungen. Frühere Sedierungskomplikationen, Schlafapnoe und postoperative Anatomie sind vorab mitzuteilen. Überwachung und Entlassungskriterien müssen zum tatsächlich erreichten Sedierungsniveau passen.

Für eine gezielte Zuweisung

Hilfreich sind die konkrete klinische Frage, die bisherige Differenzialdiagnose, Originalbilddaten mit Befundberichten, vorhandene Histologie oder Zytologie, aktuelle Laborbefunde und eine vollständige Medikation. Bei bereits liegendem Stent werden Einlagedatum, Typ, Lokalisation und Wechselplan benötigt.

Bei onkologischen Fragestellungen sollte der Bedarf an molekularer oder immunhistochemischer Zusatzdiagnostik vor der Entnahme geklärt werden. Bei dringlicher Abflussstörung ist zudem zu unterscheiden, ob Gewebesicherung, Drainage oder beides in derselben Sitzung angestrebt wird. Die Reihenfolge muss das klinische Risiko und die Aussagekraft der Proben berücksichtigen.

Verbindliche Weiterbehandlung

Der Bericht sollte Ergebnisse, noch ausstehende Befunde, Stentdaten, konkrete Kontroll- oder Wechseltermine und die jeweils verantwortliche Stelle benennen.

Zuweisung und Terminvereinbarung

Ansprechpartner an den Sana-Standorten Düsseldorf-Gerresheim und Benrath.

Ansprechpartner und Telefonnummern

Fachliche Inhalte: Dr. med. Michael Birkenfeld · Chefarzt Viszeralmedizin/Spezielle Gastroenterologie · Sana Kliniken Düsseldorf-Gerresheim und Benrath. Profil, Qualifikationen und Lebenslauf